Google lädt zum Local Guides Event nach Kalifornien ein

Etwas überrascht war ich schon als ich Anfang März eine Einladung von Google nach Kalifornien erhalten habe. Und das Ganze nicht in meiner Funktion als Online Marketer, sondern als Local Guide.

Am 3. März hatte ich eine Mail von Google in meinem Gmail-Postfach. Darin stand, dass ich eingeladen bin zum diesjährigen Connect 2020-Event, das vom 11. bis 14. Oktober 2020 in Kalifornien stattfindet. Die Mail startet mit den Worten:

Bewirb dich zur Teilnahme an der Connect Live 2020!

Als Local Guide Level 5 bist du berechtigt, dich für das fünfte jährliche weltweite Event zu bewerben. Wenn du ausgewählt wirst, erhälst du einen all-inklusive Ausflug zum Google Campus vom 11. – 14. Oktober! …

Mail des Google Local Guide’s Team vom 03.03.2020 (Übersetzt aus dem Englischen)

Klingt erstmal gut. Und für Oktober habe ich auch noch keinen Urlaub geplant. Aufmerksame Leser haben allerdings bereits gemerkt: Es gibt einen Catch! Und zwar ist es ein Bewerbungsprozess, der dem Ganzen vorgeschaltet ist. Schauen wir uns also Event und Bewerbung mal etwas genauer an.

Connect Live 2020 / Google Local Guides Event – Übersicht

Aus der Mail konnte ich schonmal herausfinden:

  • Das Connect Live Event findet das fünfte Mal in Folge statt
  • Datum: 11. bis 14. Oktober 2020
  • Location: Google Campus, 1600 Amphitheatre Pkwy, Mountain View, CA 94043, United States
  • Insgesamt werden 200 Local Guides teilnehmen können
  • Die Bewerbungsfrist endet am 30. März 2020

Bei weiterer Web-Recherche stellt sich heraus, dass das Event in den letzten 5 Jahren nicht sonderlich viel öffentliche Dokumentation gesammelt hat. Dies ist in meiner Erfahrung allerdings für Google Events nicht sonderlich ungewöhnlich. Dies Events sind meistens nicht als PR-Stunt, sondern als relativ große Usergroup konzipiert. Und im Fall von Google Ads manchmal auch als Verkaufsveranstaltung. Die Programmpunkte scheinen traditionell relativ lange geheim gehalten zu werden.

Für das Event aus 2019 gibt es allerdings ein Recap-Video. Das Video gibt visuell einen guten Eindruck von dem Event, inhaltlich bietet es aber wenig an. Es ist eher 2:38 min. people moving around campus.

Bewerbung Übersicht Connect Live 2020

Der Bewerbungsprozess ist nicht von schlechten Eltern. Es warten einige Requirements auf mich, wenn ich mich bis Ende März noch für das Event bewerben möchte. Die drei Haupt-Arbeitsaufträge sind:

  1. Ein Video mit einer Länge von bis zu 60 Sekunden auf Youtube hochladen mit den Themen: Mein Lieblingsort auf Google Maps oder So habe ich das Local Guides Programm entdeckt und so hat es mein Leben verändert.
  2. Einen Post auf LocalGuidesConnect auf Englisch veröffentlichen mit den Themen: Was ist das Interessanteste, was du jemals als Local Guide getan hast? oder Was bedeutet dir das Local Guides Programm?
  3. Eine Best-Of-Liste innerhalb von Google Maps erstellen, die mehrere Locations für einen bestimmten Anlass bündelt. Z.B. die 10 besten Burger-Läden in Düsseldorf.

Darüber hinaus gibt es noch eine Sektion, in der ich mich noch einmal schriftlich für die Teilnahme bewerben muss und erklären soll wer ich bin und warum ich die Connect Live 2020 besuchen solle. Weitere Angaben inkludieren: Persönliche Daten und Links zu meinen Socials (twitter & Co.).

Unabhängig davon, dass diese Requirements berechtigt sind, ist mir aufgefallen, dass dieser Bewerbungsprozess eine Menge Content kreiert – egal ob Teilnehmer ausgewählt werden oder nicht. Für die Nutzung der Inhalte wird beim Senden der Bewerbung der Consent erteilt und Anzahl der Listen und Posts auf Google Maps dürften im Zuge des Bewerbungsphase organisch steigen. Darüber hinaus sind alle Daten der Nicht-Teilnehmer auch wertvolle Marktforschungs-Daten für das Produkt Google Maps im Nachgang. Und wieder einmal muss ich feststellen: Well played, Google!

Werde ich mich bewerben? Als deutscher Local Guide Level 5?!

Die Frage, die jetzt also für mich übrig bleibt ist: Will ich den Aufwand betreiben mich für das Event zu bewerben? Immerhin hätte ich nie erwartet, dass meine Tätigkeit auf Google Maps mich dazu befähigen würde. Ich habe in der Vergangenheit lediglich ein paar Geschäfte bewertet, die mir gut gefallen haben, ein paar Bilder von Shops mit schlechten Öffnungszeiten eingestellt und viele Fragen beantwortet, wenn ich in der Bahn Langeweile hatte. Es ist also nicht mein Lebenszweck der König von Google Maps zu werden.

Wie aus der Bewerbungssektion hervorgeht, müsste ich auf jeden Fall noch ein wenig Arbeit investieren. Ich bin nicht so der Video-Produzent und ich fotografiere auch ungern Lokale, in denen sich Menschen befinden (um deren Persönlichkeitsrechte zu schützen). Also müsste ich noch ein Stück aus meiner Komfort-Zone heraus.

Nichts desto trotz reizt es mich den Prozess mal zu durchlaufen und meine Learnings daraus zu ziehen. Vielleicht könnte ich sogar hinfahren! Also bleibt zur Gretchenfrage festzuhalten: Mal schauen …

Einladung Connect 2020 Google Maps Local Guides

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