Die Anstalt Staffel 2 Episode 6 – Naher Osten

S2E6 – Die Anstalt

Die Anstalt Folge 14 – Naher Osten

Die Anstalt - Folge 14 - Fluchtursachen

Beschreibung

Eine der bekanntesten Folgen der Anstalt wirft ihre Schatten voraus. Mit der Aufarbeitung von Fluchtursachen, die im nahen Osten ihren Ursprung haben, greifen Redaktion und Moderation dem deutschen Wähler bei der Einordnung der Flüchtlingskrise auf die Sprünge. In der sechsten Episode der zweiten Staffel Die Anstalt geht es um:

  • Kriege in Syrien
  • Bayrische Flüchtlingspolitik
  • Volunteers
  • Integration in Deutschland

Dabei arbeiten die Darsteller und Redaktion der Anstalt den Status Quo in der Bundesrepublik Deutschland mit viel Fingerspitzengefühl und Humor auf. Ausgangssituation sind viele Aspekte der weniger fundierten Volksmeinung zu den Flüchtlingsströmen, die die deutschen Greznzen seit Mitte 2015 erreichen. Zu den prominentesten Vorurteilen zählen dabei, dass es in der BRD bereits „voll“ genug sei und Sozial-System und Ökonomie eine antizipierte Zuwanderung von 1,5 Millionen nicht verkraften könne. Darüber hinaus werden Politik und Politiker beschuldigt bereits vor der Herausforderung zu kapitulieren und ihren Pessimismus über Presse und Medien in die deutschen Wähler zu kommunizieren.

Weniger vorteilhaft ist die Darstellung von CSU-Chef Horst Seehofer, der in seiner publizierten Flüchtlings-Abwehrhaltung innerhalb weniger Monate zum „Kanzler der Ängstigen bzw. Unsicheren“ aufsteigen könnte. Dies ist begründet darin, dass Seehofer – auf Grundlage von extrapolierten Informationen – weitere Zuwanderung kategorisch negiert und somit besonders große Mengen von Wählerschichten anspricht, die keine Veränderung wünschen.

Als einer der Ursachen für Probleme in der Flüchtlingskrise wird auch die Verschärfung des deutschen Asylrechts angeführt, die kurz zuvor unter Duldung der Grünen in Bundestag und Bundesrat legitimiert wurde – ungeachtet von Experten-Empfehlungen zum Management von Migration in Deutschland.

Dabei hat der Sketch-Dialog zwischen dem imaginären Bayrischen Außenminister und einem fiktiven amerikanischen Botschafter bereits wenige Monate nach der Ausstrahlung der Sendung Kultstatus erreicht. Führende Behauptung des Dialogs ist die These, dass die USA mit der Einmischung im Nahen Osten einen Großteil der Flüchtlingsprobleme für die westliche Welt selber herbeiführt. Dabei scheinen die Haupt-Instrumente des US-Vorgehens Regime Changes (Austausch der regierenden Politiker) und Falschaussagen durch führende US-Politiker zu sein. Das markanteste Meme der Konversation ist die Frage: „Wem glauben Sie mehr, X oder dem amerikanischen Präsidenten?!“ mit der bayrische Außenminister regelmäßig maßgeregelt wird.

Ausstrahlung (TV): 20.10.2015

Darsteller

Moderation: Max Uthoff, Claus von Wagner.

Gastauftritte: Luise Kinseher, HG Butzko, Hennes Bender.

Portraits: Horst Seehofer (dargestellt von Max Uthoff), Außenminister von Bayern (dargestellt von Claus von Wagner).

Highlights

  • Die Intro-Szene im deutschen Wohnzimmer zur Berichterstattung über die Flüchtlingskrise im TV
  • Die Aufarbeitung des Bürgerkriegs in Syrien im Büro des amerikanischen Botschafters
  • Die Erfindung der politischen Position des Bayrischen Außenministers (weil „der Horst“ gesagt hat, dass Turnhallen voll seien und Bayern nun auch Außenpolitik machen müsse)