Spotify Search Optimization (SSO) – so geht’s!

Spotify Search Optimization: Die Anleitung, um beim Musik-Streaming-Dienst als Künstler oder Plattenlabel die meisten Klicks / Hits / Plays zu bekommen. Es ist in der Tat kein Hexenwerk. Mit ein paar kleinen Handgriffen und mittelmäßigen Produktionsprozessen können unbekannte Bands z.B. schnell von tausenden Menschen gehört werden. Wie das geht und welche Probleme dem zugrunde liegen, werde ich im Folgenden erläutern.

Taylor Swift optimiert nicht für spotify

Was ist hier passiert? Das Lied „I knew you were Trouble“ von Taylor Swift geistert schon seit Wochen durch alle Radios und Charts. Allerdings hat die Produktionsfirma das Lied nie für spotify freigegeben. Ich habe das nicht recherchiert, aber ich gehe davon aus, dass es auch hier um die Einstellung der Firmen, dass man die „Kunstwerke“ der Musiker nicht (zu früh) auf Streamingplattformen „verramscht“.

Cover-Bands optimieren auf Stars

Als wäre das nicht schon ärgerlich genug für die User, passiert noch etwas anderes extrem faszinierendes in dem System. Kleine Coverbands und unbekannte Sänger stellen ihre Versionen von dem Lied einfach online und werden über Suchbegriffe wie „Taylor Swift I knew“ oder „I knew you were trouble“ gefunden. Jetzt erkenne ich das in der oberen Sicht natürlich sofort und einige andere von euch wahrscheinlich auch. Allerdings wird es auch einen Anteil von Usern geben, die sich die Lieder trotzdem anhören, weil sie sie für das Original halten. Ich sehe hieraus zwei mögliche Szenarien erwachsen.

Was passiert mit Musik und Künstlern?

  1. Die Cover-Musiker sind gut in ihrem Handwerk, die Cover klingen gut und sie werden bekannt / berühmt und erhalten ultimativ einen eigenen gut bezahlten Plattenvertrag und spielen demnächst als Vorband auf Taylor Swift-Konzerten. Auch wenn dieses Szenario auf einen unheimlich selbstlosen Dienst der Original-Interpreten hinweist und von viel Support für Independent Labels zeugt, glaube ich nicht das die Intention der Strategie war. Es klingt einfach nicht nach der Musik-Industrie.
  2. Die Lieder sind 2. bis 3. klassig nachgesungen, in einer Garage abgemischt und klingen wie ein Big-Brother-Star ohne Playback. Aber waren dafür innerhalb von 2 Tagen online. In diesem Fall erklärt sich der Original-Interpret damit einverstanden, dass Millionen von Usern mit billigen Immitaten ihrer Produkte in Kontakt kommen und riskieren, dass ihre Reputation nachhaltig leidet. Wir haben bereits 2 ähnliche Szenarien im Web, wo dieses Problem auftritt und (mittelmäßig erfolgreich) bekämpft wird. Zum einen passiert dies täglich auf youtube, wenn User Songs hochladen, die schneller oder langsamer gemacht wurden oder so klingen wie Chipmunks auf Helium, um den Copyright-Erkennungsalgorithmen von youtube zu entgehen. Wir haben das Problem aber auch im Bereich der Marken-Textilien. So haben große Hersteller wie adidas mittlerweile den Verkauf ihrer Waren auf Marktplätzen wie ebay untersagt. Einer der Beweggründe ist nämlich, dass hier zu viele Plagiate aus Asien und Osteuropa im Umlauf sind, die die Experience mit der Marke nachhaltig schädigen. Zum anderen aber auch um dem Preisdruck unter den Wholesalern entgegenzuwirken (das ist hier aber nebensächlich).

Also: Was tun? Zuerst möchte ich ausrufen: Liebe Künstler, stellt eure Produkte bei spotify online. Streaming ist die Zukunft und nur so werdet ihr langfristig eine Bindung zu euren Fans aufrecht erhalten können, dessen Medienkonsumverhalten sich nämlich genau dorthin anpasst. Und wenn ihr momentan noch einen zu geringen Return für die Musik dort bekommt, heißt das nicht, dass sich das in 3 Jahren nicht angepasst hat. Außerdem: So lange ihr weiterhin geile Konzerte spielt werden auch weiter die Kassen klingeln.

So funktioniert Spotify Search Optimisation

Im zweiten Schritt möchte ich die Spotify Search Optimization ausrufen (kurz SSO). Wir kennen momentan zwei große Suchmaschinenoptimierungsbereiche im Netz. SEO (Search Engine Optimization), die Optimierung von Websiten für das Ranking in Suchmaschinen wie Google und Bing. Und ASO (App Store Optimization), dem Optimierung von mobilen Applikationen in Stores wie iTunes oder Google Play.

Ich würde mal tippen, dass SSO hier die einfachste Disziplin ist. Wie funktioniert Spotify Search Optimization also?

Für Künstler:

  1. Stellt eure Lieder einfach online und ihr werdet innerhalb von 2 Stunden oberhalb aller Immitate ranken, da ihr zum einen exaktes Match für die Spalten Künstler und Interpret seid. Des Weiteren braucht ihr vielleicht wirklich ein paar Minuten, um auf 1 zu ranken, da der spotify- „Algorithmus“ zu einem Großteil auf Beliebheit (gemessen an Aufrufen) basiert.

Für Nachahmer / Newcomer (da kenne ich ja nichts):

  1. Sucht euch ein brandneues Lied, von einem extrem bekannten Künstler
  2. Checkt, ob es bereits in der Suche auftaucht
  3. Nehmt es mit den bestmöglichen technischen Mitteln auf, die ihr habt
  4. Singt es exakt nach (Ich meine, in dem Fall wären Lizenzgebühren kein allzu großes Problem)
  5. Benennt das Lied nach folgendem Schema: Titel [Der exakte Titel des Originals] + (originally by [Orginal-Künstler]); Künstler [euer Bandname] + [Originalkünstler]
  6. Gebt initial ruhig ein bisschen Geld aus, um schnell viele Leute zu bekommen, die das Lied klicken (Ranking nach Beliebtheit)
  7. Werdet von hunderten Menschen gehört, die auf das 1. Suchergebnis klicken
  8. Werdet berühmt

So. Jetzt wisst ihr worum bei Spotify Search Optimization (SSO) geht. Taylor Swift ist übrigens nur ein Beispiel. Es gibt noch viele andere Künstler wie z.B. die Toten Hosen, die ähnlichen Mist bauen. In diesem Zuge müssen wir auch nochmal über Release-Zyklen von Singles und Alben reden. Aber ich merke schon, die Masse an Infos schreit nach einem Follow-Up-Artikel.

Abschließend bleibt noch ein Wort an die User zu richten: Besorgt euch einen Premium-Account. Es ist die Zukunft zu streamen (Besitzen ist ineffizient), die mobile Synchronisation ist Gold wert und es ist der richtige Schritt Geld für Musik bzw. den gelungenen Service auszugeben.

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